CLAYSTUDIES

Ausstellungsansichten und andere Eindrücke zu dieser Werkserie

In den CLAYSTUDIES habe ich mich ganz auf das Material Ton konzentriert, um etwas Temporäres herzustellen, etwas, das lebt und sich weiterentwickelt. Ausgangspunkt für meine Serie CLAYSTUDIES war meine Arbeit Tonboden, ein 50 Quadratmeter großer Raum mit einem glatten Boden aus erdfeuchtem Ton. 3,5 Tonnen Rohmaterial hatte ich mit dem Anhänger aus einer hessischen Tongrube geholt, in den Ausstellungsraum geschafft und dort in mühsamer Handarbeit auf dem Boden verteilt, bis eine ebene Fläche entstand. In der Ausstellung konnte die Tonfläche betrachtet, nicht aber betreten werden. Es ging mir vor allem um die Raumwirkung des Materials und die Auseinandersetzung mit dessen Transformationsprozess. Nach der Ausstellung riss ich die Arbeit ab und stampfte sie ein: zu Pulver zerschlagen und mit Wasser vermengt, wurde der Ton wieder eine Masse mit homogener Farbe und neuer Geschmeidigkeit. Sie dient als Rohstoff für die weiteren Arbeiten der CLAYSTUDIES. Die aus dem recycelten Ton entstandenen Objekte sind neuerlich ganz dem Material und seinen Veränderungsprozessen gewidmet. Die unkonservierbare Zustandsveränderung des Materials ist ein wichtiger Gegenstand meiner Arbeiten.